»Wer Menschheit sagt, will betrügen«. Drei Anmerkungen zu Carl Schmitts Kritik der Menschenrechte

Volker Neumann

Resumen


"Schmitt nennt zwei Einwände, die ineinander verschränkt sind. Der erste Einwand lautet, dass Menschheit keine politische Kategorie ist, da sie keine Unterscheidungen zulässt und deshalb keinen Feind haben und keinen Krieg führen kann. Dass immer wieder einmal Kriege im Namen der Menschheit geführt werden, lässt Schmitt nicht als Gegenargument gelten. Denn ein solcher Krieg sei in Wirklichkeit kein Krieg der Menschheit, sondern ein Krieg, den ein bestimmter Staat (oder eine Großraumordnung) gegen einen anderen führt. Menschheit bedeute dann nur, dass dem Feind die Qualität des Menschen abgesprochen und dadurch der Krieg besonders unmenschlich geführt wird. Der zweite Einwand scheint den ersten aufzuheben: Dem Politischen kann niemand entgehen. »Dadurch, dass ein Volk nicht mehr die Kraft oder den Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu halten, verschwindet das Politische nicht aus der Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk«. Also könnte man meinen, dass es die skizzierte Entwicklung zu einer universellen Weltrechtsordnung der Menschheit, die keine Staaten bzw. Großräume und keine Feindschaft mehr kennt, gar nicht geben kann." (S. 38-39).


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